Rückblick Landfrauentag 2025
Heimat - suchen, finden geben
Durch den Wechsel im Vorstandsteam konnte im vergangenen Jahr kein Landfrauentag angeboten werden. Nun war es endlich wieder so weit. Gaby Wehmann, als neue Landfrauenbeauftragte hatte den Tag vorbereitet und konnte gut 30 Frauen in Unna-Massen begrüßen. Als Referentin führte Pfarrerin i.R. Petra Buschmann-Simons durch das Programm.
In Ihrer Andacht ging sie darauf ein, dass schon in biblischen Zeiten Menschen
immer wieder unterwegs waren. Auch Jesus war ein Wanderprediger.
So stellte sich die Frage, ist Heimat mehr als ein Ort? Wie fühlen sich Menschen, die ihre Heimat verloren haben? Was bedeutet heute Heimat für uns?
Hier konnte jede Teilnehmerin etwas beitragen. Ist es die Familie, ist es der Geruch von Omas Pfannkuchen, ist es das Läuten der Kirchenglocken?
Ganz unterschiedliche Antworten hatten die Frauen sofort parat. In den Tischgruppen wurde aber auch über Heimatküche diskutier. Von den Thüringer Bratwürsten über bayrische Weißwurst bis hin zu sächsischen Quarkkeulchen war alles dabei. Für die Teilnehmenden gab es an diesem Abend westfälische Kartoffelsuppe, gekocht von Annette Wortmann, Landfrau aus Methler.
Die Frauen erlebten eine informative, unterhaltsame und lebendige Veranstaltung zum Thema Heimat.
Es waren sich alle einig, Heimat bedeutet Geborgenheit, die gut tut.
Rückblick Landfrauentag 2023
Frieden - nur mit Gewalt?
Um die 60 Frauen beschäftigten sich beim Landfrauentag am 27.02.23 in Unna-Hemmerde mit dem aktuellen Thema Frieden.
Nach der Begrüßung von Brigitte Westermann vom Vorstand des Bezirksverbandes der Ev. Frauenhilfe im Kirchenkreis Unna und Susanne Pante für die Landfrauen hielt Pfrin i.R. P. Buschmann-Simons die Andacht zu Frieden. Es folgte das Kaffeetrinken mit angeregtem Austausch. Dieser wurde fortgesetzt beim anschließenden Referat. Ist Frieden möglich durch gewaltfreien Widerstand? Die Ev. Frauenhilfe in Westfalen unterstützt den Friedensappell des Ökumenischen Rates der Kirchen.
Einführend fragte die Referentin Pfrin. Lindtraud Belthle-Drury, vom Landesverband der Ev. Frauenhilfe von Westfalen, was für die Anwesenden Frieden bedeutet. "Freiheit, Augenhöhe, Toleranz, Liebe, Versprechen" - so lauteten einige der Antworten. Viele dieser Begriffe kehrten wieder in ihren Ausführungen zu biblischen Aussagen zu Frieden. Die Bibel beginnt und endet mit allumfassenden Frieden. Dazwischen nach dem Sündenfall spiegelt sie das Dilemma von gut und böse, in dem Menschen leben. Gott eröffnet immer neue Wege daraus und gibt Hilfen, wie die 10 Gebote um Gewalt zu durchbrechen. An der bekannten Bibelstelle zur Vergeltung im Matthäusevangelium von der rechten und linken Wange zeigte die Referentin auf, dass und wie Jesus zu gewaltfreiem Widerstand auffordert. Dies sorgte für lebhafte Gespräche an den Tischen, ebenso wie die Erkenntnisse aus wissenschaftlichen Studien, die aufzeigen wie wirksam gewaltfreier Widerstand ist. So reichen 3,5% in einer Bevölkerung für den Erfolg eines Widerstands aus. Statt immer nur auf das "Entweder / Oder-Prinzip" zu setzen, wie auch jetzt wieder in Diskussionen zum Krieg in der Ukraine, sollten wir mehr auf „Sowohl als auch“ setzen. Frieden wird oft mit Sicherheit verwechselt. Das führt oft zu falschen Sicherheiten, die im Sinne der Sicherung eigener Bedürfnisse, Wünsche und Vorstellungen, oft nur zu weiteren Misstrauen und Konflikten führen. Diese Erkenntnisse machen Mut, Frieden zu wagen.
Zum Ende bittet Frau Belthle-Drury die Anwesenden einen Satz mit 6 Wörtern zu bilden.“ Frieden und Freiheit - das höchste Gut“ oder „Wer nicht kämpft, hat schon verloren“ lauteten einige der genannten Sätze.
Dieses Treffen brachte angeregte Gespräche, neue Erkenntnisse und viel Stoff zum Nachdenken. Dazu trugen auch die Lieder zu Krieg und Frieden bei, die Martina Hitzler zwischendurch sang.
So wie die Bibel im letzten Buch der Bibel mit der Verheißung des allumfassenden Friedens endet, den nur Gott schenkt, so endete der Nachmittag mit der Bitte um Frieden.